Vollautomatische Lasersetzanlage für Füllhalter-Federn

10.03.2016

Das Herzstück eines guten Füllhalters ist die Feder. Bei ihrer Produktion und der permanenten Qualitätskontrolle spielt individuelle Handarbeit noch immer eine große Rolle. Bis jetzt. Denn ganz aktuell entwickelt und fertigt HEITEC-Auerbach im Auftrag von Lamy aus Heidelberg, dem deutschen Marktführer für Schreibgeräte, eine vollautomatische innovative Lasersetzanlage.

Sie vermisst unter anderem optisch mit Kameras den Tintenspalt, durch den die Tinte von dem Vorratsbehälter fließt und den Schenkelversatz von Schreibfedern für Füllhalter. Bei Abweichungen von den Sollwerten werden diese mit Hilfe eines Lasers, nach dem Prinzip des thermischen Richtens, auf die geforderten Maße korrigiert.

Die Anlage garantiert mit einer Taktzeit von 3,5 Sekunden pro Schreibfeder nicht nur maximale Schnelligkeit sondern auch niedrigste Toleranzen im hundertstel Millimeterbereich und damit höchste Präzision. Mit der Lasersetzanlage werden sechs verschiedene Federtypen bearbeitet, wobei jede Feder in der Maschine sechs Stationen durchläuft.

Unter anderem wird der Tintenspalt der Feder von Verunreinigungen gesäubert, um die nachfolgende Vermessung nicht zu beeinträchtigen. Anschließend wird jede Feder mit zwei Kameras vermessen. Aus den Messwerten werden die Parameter für das Richten der Federn in der nächsten Station abgeleitet .

Ein technisches Highlight der HEITEC-Anlage ist die Laserstation, wo die Schreibfedern mit einem Laser beschossen und nach dem Prinzip des thermischen Richtens durch die eingebrachte Wärme verformt werden. Dazu dient ein gepulster Ytterbium Faserlaser. Bei dem Laser handelt es sich um einen Beschriftungslaser, der ein vorher festgelegtes geometrisches Element auf die Feder aufbringt.

Der Vorteil dieses Lasertyps liegt neben dem geringen Wartungsaufwand in der langen Lebensdauer der Laserquelle von etwa 100.000 Stunden und den damit einhergehenden geringen Betriebskosten. Die Intensität und die Position der Laserung richtet sich nach der Art und Größe der gemessenen geometrischen Abweichungen der jeweiligen Schreibfeder von den Sollwerten.

 

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