HEITEC intensiviert Internationalisierung

20.11.2015

In den vergangenen Wochen sondierten Mitglieder der Geschäftsleitung neue Märkte.

Das Technologieunternehmen HEITEC intensiviert seine Internationalisierung. Bisher ist der Automatisierungsspezialist in Österreich, Rumänien, der Slowakei, Türkei und der Ukraine mit Standorten präsent. In den vergangenen Wochen sondierten Mitglieder der Geschäftsleitung neue Märkte in der Golf-Region, Südost-Europa sowie der Karibik und führten Gespräche mit Regierungsvertretern, Wirtschaftsexperten und Unternehmern, auch über konkrete Projekte.

Aktuell besuchte Vorstandsvorsitzender Richard Heindl mit großen Delegationen des bayerischen Wirtschaftsministeriums den Iran und Bulgarien. Er kehrte mit nachhaltigen und bemerkenswerten Eindrücken zurück: "Diese prosperierenden Regionen bieten auch für uns bedeutende Chancen, neue Geschäftsfelder in den Bereich IT, Maschinen- und Anlagenbau zu erschließen. Gleichwohl gestalten sich vor allem im Iran momentan direkte Geschäfte aufgrund der Embargobestimmung und der dadurch vorhandenen Finanzierungsproblematik sehr schwierig. Dennoch ist es wichtig, jetzt Kontakte zu knüpfen und bei der Aufhebung der Sanktionen dabei zu sein." 

Besonders der Iran ist die Herzkammer der Golfregion, einem Wirtschaftsraum mit über 250 Millionen Menschen. Das Land ist dank seiner natürlichen Ressourcen ein reiches Land, die Bevölkerung ist gut ausgebildet, der Mittelstand stark und auch die Regierung bereit, Geld für Investitionen in die Hand zu nehmen. Derzeit liegen die Exporte des Freistaats Bayern in den Iran bei gut 220 Millionen Euro. "Eine Steigerung auf mindestens das Vier- bis Fünffache ist möglich", betonte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Sie unterstrich: "Vorrangiges Ziel der Reise war, der bayerischen Wirtschaft und insbesondere dem Mittelstand gute Startchancen im Iran nach der Aufhebung des Embargos zu ermöglichen." Aigner weiter: "Das Siegel Made in Germany wird im Iran sehr geschätzt. Durch die jahrelangen Wirtschaftssanktionen hat die iranische Wirtschaft einen enormen Nachholbedarf, zum Beispiel in den Bereichen Infrastruktur, Energietechnik oder Maschinenbau."

Um die bayerische Präsenz im Iran nachhaltig zu festigen, eröffneten die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) eine gemeinsame Vertretung in Teheran. Ein Fußballtraining für iranische Jugendliche, betreut durch Weltmeister Paul Breitner, rundete das Programm ab. 

Wachstumsimpulse verspricht auch Bulgarien durch niedrige Arbeitskosten, geringe Steuerbelastung, umfangreiche EU-Strukturfondsmittel und die strategisch günstige Lage an der Grenze zwischen Europa und Asien. Attraktiv für Investoren sind die Hauptstadt Sofia und die zweitgrößten Stadt Plovdiv mit einer renommierten Hochschullandschaft inklusive deutschsprachigen Studiengängen und einer attraktiven Industriezone. Plovdiv ist erfolgreicher Messestandort und entwickelt sich zum bevorzugten Standort für deutsche und bulgarische Produktionsbetriebe.

Enorm ist der Modernisierungsbedarf auch in Kuba, wie der HEITEC Generalbevollmächtigter Johannes Feldmayer feststellte. Er betreute den HEITEC-Messestand im deutschen Pavillon auf der FIHAV 2015 in Havanna, der größten Wirtschaftsmesse Kubas und der Karibik. Erneuert werden müssen vor allem Industrie und Infrastruktur, Landwirtschaft, der Bereich Energieerzeugung, die Müllentsorgung, die Wasser-, Umwelt- und Luftfahrttechnik. "Die derzeitige Dynamik in den Reformversuchen der kubanischen Regierung und das Interesse an ausländischen Investoren", bilanzierte Feldmayer, "ist eine große Chance für deutsche Unternehmen. Allerdings wird man viel Geduld brauchen, die Bäume wachsen nicht über Nacht in den Himmel." Außergewöhnliche Nachfrage herrschte am HEITEC Messestand besonders nach Praktikas von kubanischen Studenten der Fachgebiete Informatik und Elektronik in Deutschland, die über eine hervorragende Ausbildung verfügen.

Bei einem gut besuchten Empfang des deutschen Botschafters Thomas Neisinger in der deutschen Residenz in Havanna konnte Johannes Feldmayer wertvolle Kontakte zu deutschen und kubanischen Wirtschaftsvertretern knüpfen. Unter anderem führte er Gespräche mit dem kubanischen Vizeminister für Aussenhandel und Wirtschaftsbeziehungen Antonio Carricarte. 

 

Zurück

Menü