Digitalisierter Informationsfluss als Ader moderner Unternehmen

11.06.2016

Mit der schnelleren Vernetzung der Produktionsprozesse entwickelt der Automatisierungsspezialist HEITEC zukunftsgerechte Lösungen für die Digitalisierung der Industrie. Über die dabei entstehenden Herausforderungen referierte HEITEC-Geschäftsfeld Entwickler-Software Michael Messerschmidt Anfang Juni bei der LEMITEC, einer Veranstaltung der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik in Kulmbach vor über 200 Zuhörern, darunter Landrat Klaus Peter Söllner und Oberbürgermeister Henry Schramm.

In seinem Vortrag "Hebel für Veränderung - Datenaufnahme und Analyse im und für den Shop Floor" bezeichnete Messerschmidt den Informationsfluss zwischen Unternehmen, Wartungs- und Servicezentralen, Softwareentwicklungsabteilungen aber auch zwischen Maschinen und Produktionslinien als die Adern eines zukünftigen modernen Unternehmens. Dies erfordere gut ausgebaute und homogene Infrastrukturen beim Datenaustausch. Er erklärte anschaulich und leicht verständlich, wie aktuelle Implementierungsszenarien von HEITEC umgesetzt und gewonnene digitale Daten zu neuen Lösungen im Rahmen von Industrie 4.0 zusammengeführt und nutzerspezifisch weiterverarbeitet werden können.

Gleichwohl sieht nach Auffassung von Messerschmidt die Realität derzeit bei vielen Produktionsunternehmen sowie Maschinen- und Anlagenbauern aber anders aus: "Ein ERP von Anbieter X, eine Leittechnik-Lösung von Anbieter Y, gekoppelt mit HMI von Z und dazwischen viele Excel-Tabellen und individuelle Softwarelösungen sind kein Einzelfall. Daten werden häufig per Mail oder gar auf dem Papier und mit vielen zeit- und kostenintensiven Medienbrüchen ausgetauscht."

Michael Messerschmidt konstatierte: "Der Flickenteppich aus unterschiedlichsten Softwareapplikationen ist nicht zwingend dafür 
ausgelegt, sich optimal in eine integrierte Umgebung einzufügen. Soll die Kombination aus Insellösungen dann noch mit externen Systemen von Zulieferern kommunizieren oder mit Apps auf Smartphones interagieren, sind Probleme vorprogrammiert." Seine Erfahrung zeige, dass die Digitalisierung
 bislang noch nicht konsequent umgesetzt werde. Wenn allerdings Unternehmen erfolgreich am Markt agieren möchten, müssten sie sich angesichts einer immer komplexeren Produktion, steigender Kosten für Rohstoffe und immer strengerer Qualitätsrichtlinien und Vorschriften den Herausforderungen der Digitalisierung bald möglichst stellen. 

 

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