News / 10.07.2017

Staatssekretär Stefan Müller: "HEITEC gehört zu den innovationsstarken Unternehmen der Region"

Innovationen sind der Motor des technischen, wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts. In diesem Sinne setzt Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, groß auf HEITEC. Beim Innovationstag des Technologieunternehmens am Standort Eckental betonte der CSU-Bundestagsabgeordnete: "HEITEC gehört zu den innovationsstarken Unternehmen in unserer Region und kann eine wichtige und entscheidende Rolle spielen sowie einen großen Beitrag leisten. Darauf sind wir sehr stolz." Fünf aktuelle HEITEC-Innovationen stellte der Generalbevollmächtigte Johannes Feldmayer vor. Die Exponate wurden in einer Ausstellung gezeigt.

HEITEC Vorstandsvorsitzender Richard Heindl begrüßte die etwa 70 Gäste aus Politik, Industrie, Wissenschaft und dem Kundenkreis, darunter die Eckentaler Bürgermeisterin Ilse Dölle, Reinhard Nagengast (Mitglied der CSU-Kreistagsfraktion Erlangen-Höchstadt), Prof. Dr. Matthias Wenk von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden, Prof. Ulrich Schmucker vom Fraunhofer Institut für Factory Operation und Automation IFF Magdeburg sowie die HEITEC Aufsichtsräte Prof. Dr. Klaus Wucherer und Dr. Hans Melbinger.

Im weiteren Verlauf seines Vortrags warnte Stefan Müller gleichzeitig davor, sich auf den Erfolgen auszuruhen: "Wir stehen heute in Deutschland gut da, haben uns einen ordentlichen Vorsprung erarbeitet. Aber wir haben in der Entwicklung einen Nachholbedarf und müssen uns weiter anstrengen. Der internationale Wettbewerbsdruck nimmt zu. Dabei kommt es nicht nur auf die Politik, sondern auch auf die Unternehmen an, die ja letztendlich für Innovationen zuständig sind." Der Staatssekretär im Bundesforschungsministerium bekräftigte: "Der Staat kann allenthalben Unterstützung geben in finanzieller Form, richtigen Entscheidungen und der Bildung von Netzwerken. Umsetzen müssen es die Unternehmen." Außerdem regte er an, Aufwendungen für Forschung und Entwicklungsleistungen steuerlich zu berücksichtigen.

Stefan Müller forderte eine stärkere Fokussierung auf die großen Themen wie Digitalisierung, Energie, Gesundheit und Mobilität. Die Digitalisierung übersteige alles, was wir bisher an Veränderungen zur Kenntnis nehmen mussten, sogar was Breite und Tiefe sowie Geschwindigkeit angehe. "Digitale Technologien prägen heute unser Umfeld und haben Auswirkungen auf alles, was wir bisher gewohnt sind," sagte der Staatssekretär.

Auch auf den Fachkräftemängel in der Technologiebranche ging Stefan Müller ein. Er kritisierte, dass die Besucher einer Meisterschule selbst für die Lehrgangskosten aufkommen müssten, während die Studenten für das Studium nichts bezahlen müssen: "Wir müssen Anerkennung für die finden, die jenseits zu einer hochschulischen Ausbildung finden. Das halte ich für ein ganz wichtiges Thema in den kommenden Jahren."

Über die Bedeutung der Digitalisierung in der Praxis referierte der HEITEC-Generalbevollmächtigte Johannes Feldmayer. Dabei stellte er fünf innovative Themen vor:

  • Digitales Engineering mit und ohne Virtual Reality Brillen
  • Virtual (augmented) Reality
  • Embedded Systems am Beispiel eines Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Systems
  • Mess- und Prüftechnik am Beispiel einer Prüfanlage für Stoßfänger und Türverkleidungen
  • Industrielles Röntgen am Beispiel einer Räderprüfanlage

Johannes Feldmayer unterstrich, dass HEITEC als Lösungsanbieter und Engineeringfirma seine Schwerpunkte immer darin sehe, Prozesse für die Kunden zu optimieren und die eigene Arbeit effizienter zu gestalten. Wörtlich bemerkte er: "Innovationen realisieren wir im Wesentlichen aus laufenden Projekten. Der Kundennutzen steht dabei immer im Vordergrund. Dabei arbeiten wir mit zahlreichen Universitäten, Fachhochschulen und Forschungsinstituten zusammen."

Die zunehmende Digitalisierung im Umfeld der Produktion erfuhr in den letzten zwei Jahren durch die bundesweite Initiative "Industrie 4.0" eine signifikante Beschleunigung. Dem Technologieunternehmen HEITEC, ein Spezialist für industrielle Automatisierung, spiele diese Entwicklung geradezu in die Karten.

Denn HEITEC beschäftigt sich bereits seit über acht Jahren mit digitalen Engineering-Methoden. Dabei werden digitale Modelle für Maschinen, Anlagen und Produktionslinien entwickelt, die sich im Sinne einer Baukastenstruktur in einzelne Funktionsbausteine untergliedern. 

Stolz ist Feldmayer darauf, dass HEITEC durch seine signifikante Erfahrung aktuell bei über 70 Projekten die Inbetriebnahmezeiten von Anlagen und Maschinen im Durchschnitt um bis zu 50 Prozent verkürzen und die eigene Entwicklungseffizienz um etwa 30 Prozent verbessern konnte. Er bemerkte auch, dass durch die Steigerung der Entwicklungseffizienz dem von Stefan Müller angesprochenen Fachkräftemangel zumindest teilweise entgegengewirkt werden konnte.